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2 CH-Premieren!
„Das Jahr 1945"
Ein
Film von Karl
Gass
Buch und Regie Karl Gass
Musik Wolfgang Schoor
Kamera Dieter Kühne
94 Min.
s/w
35 mm
DDR 1985
Das Jahr 1945 wird uns hier in Krieg und Frieden auf neue Weise nahegebracht.
Es wird gezeigt, in welcher Situation sich die deutsche Bevölkerung befand
- Mittäter, Gegner und Antifaschisten, wie viele Opfer dieser wahnsinnigste
und verbrecherischste aller Kriege forderte, vor allem von der Sowjetunion.
Der Film ermöglicht eine Auseinandersetzung mit Grundfragen.Er zeigt die
Rolle der Kommunisten in dieser Zeit und macht verständlich, wie der Weg
eines antifaschistisch-demokratischen neuen deutschen Staates sein konnte
und mußte (Progress-Filmverleih).
und
als Vorfilm:
"ZWEI
TAGE IM AUGUST"
Rekonstruktion eines Verbrechens
Ein
Film von Karl Gass und und Uwe Zeising
Mitarb.: Franziska Anders
28 Min.
s/w
35 mm
DDR 1981
Hintergründe der Atombomenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki im August
1945
Von Karl Gass (*1917), dem Vater der Dokumentaristen, haben wir
2 Filmen ausgewählt, die das Geschichtsrad zurückdrehen auf die Zeit vor
58 Jahren, nahe dem ‚Punkt Null', wie es heisst, in Russland, Deutschland
– was und wie die "Siegermächte" dachten und handelten.
„Zwei Tage im August" beschäftigt sich mit den Machenschaften um
die Atombombe. Was alles ins Kalkül gezogen wurde im entscheidenden Jahr,
das ergibt in Karl Gass' Film durchaus eine andere Perspektive: wie Albert
Einstein den Präsidenten Roosevelt brieflich bat, die Atombombe nicht
einzusetzen, der aber gerade gestorben war und ihn deshalb dieser Brief
nicht erreichte. Truman, sein Nachfolger hielt es mit der Taktik, Russen
gegen Deutsche auszuspielen und ‚danach' dem jeweils Unterlegenen zu helfen.
Es war natürlich auch ein Druckmittel gegen Russland; dann der 1. Atombombentest
in Los Alamos, ein halbes Jahr später fiel die Atombombe in Hirsoshima,
3 Tage später die auf Nagasaki...warum?
„Das Jahr 1945" . die letzten 128 Tage des 2.Weltkrieges: sowjetische
Soldaten überqueren die Oder, Hitler hält seine letzte Rede, Amerikaner
und Engländer sind bereits auf dem Vormarsch, Russen überqueren am 12.Januar
die Grenze –der Krieg kehrt heim, die ersten Konzentrationslager werden
befreit, In Jalta treffen sich die Siegermächte, 13.Februar wird Dresden
bombardiert, das voller Flüchtlinge ist; 30 000 oder 300 000 Tote? In
Frankfurt bewaffnen Wehrmachtsoffiziere den Volkssturm: Kinder in Uniform!
Goebbels redet in Görlitz von einer Offensive? April: Amerikaner in Jena,
Buchenwald befreit sich selbst mit Hilfe der Amerikaner, Marsch der Einwohner
Weimars (gezwungen durch die Amerikaner) nach Buchenwald zur Besichtigung.
Im Odergebiet gibt es immer noch „Heldentaten" der Deutschen. 15.April:
sowjetische und amerikan. Truppenbegegnung an der Elbe –grosses Fest.
16.April-Beginn des Hauptschlages gegen Berlin, Führergeburtstag: Ruinen
und Strassen werden geschmückt. Kampf um jedes einzelne Haus. Die Kommunisten
kehren zurück. 30.April: Sebstmord Hitlers und Goebbels samt Familie.
1.Mai Döniz-Nachfolger Hitlers ruft in Flensburg zum Weiterkämpfen auf.
8.Mai bedingungslose Kapitulation, 55 Millionen Tote. Friede in Europa.
14.Mai : Aufräumungsarbeiten beginnen, 21.Mai erscheint die Berliner Zeitung.
Karl Gass
*1917
in Mannheim, studierte nach einem kaufmännischen Voluntariat Betriebs-und
Volkswirtschaft in Köln. Nach dem Krieg und britischer Kriegsgefangenschaft
Ende 1945 Wirtschaftsredakteur beim NWDR /Köln. Nach Angriffen auf seine
politische Haltung übersiedelte er 1948 nach Berlin, war dort Leiter der
Wirtschaftsredaktion, Kommentator und Reporter beim Berliner Rundfunk,
später Texter und Autor von Dok.Filmen und der Wochenschau „Der Augenzeuge".
Regisseur im Defa-Studio für Wochenschau und Dokumentarfilme, Leiter der
Regieklasse für Dok.filme, Gastdozent auf der Hochschule für Filmkunst
Babaelsberg, Mitbegründer der Int. Leipziger Dok - und Kurzfilmwoche.
In seinen Dokumentarfilmen spielen die Auseinandersetzung mit geschichtlichen
und politischen Ereignissen die Hauptrolle. Sein Lebenswerk umfasst 121
Filme, Reportagen, Portraits und historische Dokumentationen. Seine Filme
wurden gefeiert und bekamen viele Auszeichnungen. Dass manchem SED-Funktionär
die ungeschminkten Reden der Arbeiter in den Filmen zu weit gingen, erfuhren
nur Insider. In den 80er Jahren beschäftigte er sich mehrheitlich mit
geschichtlichen Themen. Sein Film „Das Jahr 1945" hatte mit über 2 Millionen
Besucher die grösste Resonanz. Karl Gass hat auch als „Antipreusse" zur
Geschichte Preussens etliche Bücher verfasst.
Karl Gass ist anwesend!
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