FLIZ DANACH HÄTTE ES SCHÖN SEIN MÜSSEN

KARIN JURSCHICK (D 2000)

 

Mo.8.7.02 20:00 Kino Gotthard Zug

Karin Jurschick|artechock Filmkritik | pdf-Datei zum Download |bisher | home


DANACH HÄTTE ES SCHÖN SEIN MÜSSEN
von Karin Jurschick ( D 2000 )

Buch, Regie: Karin Jurschick
Kamera, Ton: Karin Jurschick
Schnitt: Bettina Böhler
Mitarbeit: Anke Schäfer
2. Kamera: Andreas Fiegel
Mischung: Alexander Weuffen
Erzählerin: Eva Mattes
Erzähler: Reinhart Firchow
Redaktion: Inge Classen
Produktion: Karin Jurschick in Zusammenarbeit mit ZDF / 3sat Produktion und Verleih gefördert durch das Filmbüro NW

Deutschland 2000, 35mm, 73 Min., Farbe

Basis-Film Verleih * Körnerstr. 59 * D-12169 Berlin * Tel 0049(0)30-793 51 61 /71 * Fax 791 15 51 * email: info@basisfilm.de * www.basisfilm.de

Uraufführung: Intern. Forum des jungen Films, Berlinale 2001: Preis der Internationalen Filmkritik (Prix FIPRESCI) Für ihr zurückhaltendes, berührendes und visuell anspruchsvolles Familien- portrait im Kontext der deutschen Geschichte des 20. Jahrhunderts." aus der Begründung der Jury

16. Int. Dokumentarfilmfestival München: im Wettbewerb

Festival International du Cinéma Nyon, Visions du Réel, Schweiz

2001 Prix Regards Neufs" 37th Mostra International del Nuovo Cinema, Pesaro, Italien 2001

 

"1974 bringt sich die Frau um. 1997 treffe ich den Mann wieder. Er wohnt immer noch in der Wohnung, in die er vor 41 Jahren mit der Frau und dem Kind eingezogen ist. Die Wohnung ist nahezu unverändert. Der Mann ist mein Vater. Danach und über die folgenden 2 1/2 Jahre hinweg mache ich mit einer DV-Kamera Aufnahmen. Ich beobachte den Vater, folge ihm sogar auf eine Schiffsreise durch die Karibik. Die Kamera ermöglicht Distanz, aber auch Nähe."

Karin Jurschicks Film ist eine Montage aus Videoaufnahmen, Gesprächen mit dem Vater und Spielszenen. Sie ist durchsetzt mit Archivmaterialien aus dem nationalsozialistischen Deutschland und den westdeutschen 50er und 60er Jahren. Aus dem Zusammenschnitt entsteht eine ganz eigene Ästhetik und ein sehr präzises Bild der bundesrepublikanischen Nachkriegsgeschichte und ihrer Spuren in der Gegenwart: Am Ende lässt sich so vielleicht eine Familiengeschichte rekonstruieren, die Teil einer kollektiven Geschichte ist.