Gori Vatra - Feuer !
Pjer Žalica (BA 2003)

 

Mo. 8.August 2005 20:00 Kino Gotthard Zug
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Giri Vatra - Feuer!

Ein Film von Pjer Žalica
BA 2003 - 35mm - Farbe - 1:1.85 - 105 Min - Dolby Digital

Buch, Regie: Pjer Žalica
Kamera: Mirsad Herovic
Dchnitt: Almir Kenovic
Musik: Sasa Losic

Auszeichnungen:
Silberner Leopard, Locarno 2003
Etoile d’Or Marrakesch 03
Grosser Preis, Publikumspreis 03 Sarajewo
Spezialpreis Jury 03 Zagreb

Der Publikumsliebling und heimliche Sieger im Wettbewerb von Locarno.

Eine irrwitzige Komödie über das Leben am Anfang des 21. Jahrhunderts.

Tesanj ist eine kleine bosnische Stadt, deren düstere Realität die vordergründige Bilderbuchidylle Lügen straft: bescheidene, offene und warmherzige Bewohner, fröhliches Leben, ein Marktplatz, Traditionen, gute nachbarschaftliche Beziehungen. So weit die Fassade. Hinter dieser glatten Oberfläche liegen allerdings ethnische Intoleranz, Kriminalität, Prostitution und Korruption. Die Ankündigung eines bevorstehenden Besuchs des US-Präsidenten Bill Clinton in Tesanj versetzt die kleine Gemeinde in Euphorie: sie erwartet, dass im Scheinwerferlicht der internationalen Gemeinschaft massiv ausländisches Kapital fliesst , man verspricht sich Wohlbefinden und Wohlstand. Hat der US-Präsident nicht akzeptiert, Pate dieses Fleckchens zu werden? Damit der Traum jedoch Realität wird, muss Tesanj sich seiner Schattenseiten entledigen. Unter der Aufsicht und mit der Hilfe von internationalen Beobachtern unternimmt das bosnische Städtchen einen Wettlauf mit der Zeit, in dem ihm bloss sieben Tage bleiben, um die Demokratie umzusetzen und das friedliche Städtchen zu werden, das es mutmasslich ist! Je schneller die Zeit vergeht, umso mehr verfällt die Gemeinschaft dem Irrsinn: die Prostituierten verwandeln sich in Revuetänzerinnen, die den verschiedenen Religionen und Kulturen huldigen, die Feuerwehr gründet hastig ein Orchester, und man holt das Gemeindewappen hervor, das für diese Gelegenheit dem amerikanischen Geschmack angepasst wird.

Pjer Žalica schuf einen scharfsinnigen und poetischen Film, in dem die Ironie der liebevollen Beschreibung von Filz und Zynismus im Nachkriegs-Bosnien gegenübersteht. Tatsächlich hat der vom Regisseur gezeigte Horror etwas Amüsantes an sich. Der eigenwillige, bissige Ton entspricht der bittersüssen Melancholie, die den besten Tragikomödien eigen ist.

Regisseur Žalica sorgt mit bizarrer Komik für Spannung. Zudem begeistern die Intelligenz der Dialoge und der Situationsbeschreibungen."

Tages-Anzeiger

"Die Geschichte eines kleinen bosnischen Dorfes, das versucht, anlässlich eines Besuchs von Präsident Clinton Korruption und Misstrauen, aber auch die Traumata des Krieges hinter sich zu lassen, bezaubert durch seine Mischung aus skurril-witziger Figurenzeichnung und abgrundtiefer Hoffnungslosigkeit."

NZZ

"Der schwarze Humor aus Bosnien hat die Festivaliers verzaubert. Auf den Ruinen des alten Jugoslawiens stimmt er zu einem Lied der Hoffnung an mit leichter Ironie, die zu enthusiastischen Stürmen führte in Locarno."

Le Temps

"Regisseur Pjer Žalica schlägt einen melancholischen Ton an, der immer wieder von satirischen Momenten gebrochen wird. Gerade die bizarre Komik sorgt für Spannung. Das macht die kleine Geschichte zu einer grossen Tragikom Der Publikumsliebling und heimliche Sieger im Wettbewerb von Locarno.

Eine irrwitzige Komödie über das Leben am Anfang des 21. Jahrhunderts.

heute Abend kein Gast bei FLIZ