Grundeinkommen - Kulturimpuls

Daniel Häni und Enno Schmidt (D/CH 2008)

 

Mo. 9.3.2009 20:00 Kino Gotthard Zug

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Grundeinkommen - Kulturimpuls

Ein Film-Essay von Daniel Häni und Enno Schmidt

D/CH 2008, DVD, color, 100 Min. deutsch
Buch und Regie: Daniel Häni, Enno Schmidt
Kamera: Kamera Daniel Häni, Enno Schmidt, Pascan Klotz, Stefan Dilschneider
Text und Schnitt: Enno Schmidt
Grafik: Georg Halsmeyer, Esther Petsche, Daniel Häni
Tonmischung: Yves Baur
DVD-Authoring: Tweaklab Basel
Musik: Emma, Gilbert Trefzger, Juan de Dios, Ensemble Aelos Renaissance, Zeitgeist, Fetisch

mit:
Prof. Peter Ulrich, St. Gallen
Dr. Sascha Liebermann, Frankfurt/M
Klaus Wellershof, Zürich
Ronald Blascheke, Berlin
Margit Appel, Wien
Gabriele Fischer, Hamburg
Justus Wittich, Frankfurt/M
Wolf Lotter, Hamburg
Michaela Schmoczer, Klagenfurt
Bettina Dieterle, Basel
Prof. Götz Werner, Stuffgart
u.v.a.

"Was würden Sie tun, wenn für ihr Grundeinkommen gesorgt wäre?"

Das Grundeinkommen auf der Basis einer Konsumsteuer ist ein Gedankenexperiment, ein Denkanstoss, der bisher weder richtig durchdacht noch durchgerechnet ist. Welche Folgen die Einführung eines Grundeinkommens hätte, hängt wohl tatsächlich nicht zuletzt davon ab, ob und wie die Bürger die Freiheit, die das Grundeinkommen bietet, nutzen würden. Enno Schmidt und Daniel Häni sagen: Logisch ist es erst im Nachhinein.
Die Idee des bedingungslosen Grundeinkommens bedeutet ein neues Gesellschaftskonzept.
Bedingungslos heißt ein Grundeinkommen, das jeder Mensch erhält unabhängig davon, ob er oder sie reich ist oder arm, allein lebend oder in Gemeinschaft, jung, alt, krank oder gesund, mit oder ohne Erwerb. Jeder erhält ohne Ansehen der persönlichen Verhältnisse ein Einkommen für sein Leben in Selbstbestimmung und kultureller Teilnahme auf bescheidenem, aber nicht notleidendem Niveau.

"Im Kaffeehaus in unserem Haus "unternehmen mitte" in Basel gibt es so etwas wie die Bedingungslosigkeit, die auch für das Grundeinkommen gelten wird. Die Gäste müssen nichts konsumieren. Sie können reinkommen, Platz nehmen, tun, was sie wollen. Das war überhaupt die Frage, die mich motiviert hat, mich für ein Grundeinkommen zu engagieren:
Was würden Menschen tun, wenn sie nicht müssen, sondern können? Ich glaube, dass in jedem Menschen ein großes Potenzial brach liegt. Es wird davon überdeckt, dass viele mit dem Gefühl von Mangel und Existenzangst im Kopf leben." (Daniel Häni)

Im Film wird die Idee des Grundeinkommens sehr systematisch und anschaulich von Grund auf erklärt und verständlich gemacht.
Im Film komme alle zu Wort – die Frau an der Kasse, Wirtschaftsexperten sowie Kritiker. Philosophisch, historisch als auch praktisch wird beleuchtet, wie ein bedingungsloses Grundeinkommen funktionieren könnte. Der Film fordert aktives Mitdenken, gibt Anstoß zu Gespräch und Auseinandersetzung mit den eigenen Bildern, Gewohnheiten, Wünschen und Ideen, die wir in uns tragen. Ein Mutmacher, der zeigt, dass Umdenken möglich ist. Ein Kulturimpuls.

Der Film ist packend, bewegt, berührt und kommt gerade da auf den Punkt, wo es um reine Vernunft geht. Er lässt die Verhältnisse - und die Aufgabe des Geldes - unter einem neuen Licht sehen. Ein brandaktuelles Thema.

"Das Grundeinkommen ist jetzt ein Kulturimpuls. Es gibt noch kein fertiges Modell. Es initiiert einen Paradigmenwechsel. Wichtig ist, dass immer mehr Menschen verstehen, um was es geht. Man muss das Grundeinkommen denken können, sonst nützt es nichts."

(Daniel Häni)


Daniel Häni und Enno Schmidt sind anwesend, ebenso der Wirtschafts- und Finanzexperte Prof.Dr.rer.pol. Armin Jans