Luftbusiness

Dominique de Rivaz (CH 2008)

 

Mo. 11.5.2009 Kino Gotthard Zug

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Ein Film von Dominique de Rivaz

CH 2008, 35mm, Farbe, 89 Min.
Originalversion Deutsch, (French subtitles)

Auszeichnungen:
Luzern, Bundesamt für Kultur
Swiss Film Prize Quartz "Best Actor" 2009
Gonfreville l'Orcher, Festival Européen du Cinéma
Prix du jury Presse pour le meilleur long-métrage 2008

Regie: Dominique de Rivaz
Drehbuch: Dominique de Rivaz, Antoine Jaccoud
Kamera: Séverine Barde
Schnitt: Loredana Cristelli
Ton: Philippe Kohn, Michel Schillings
Musik: Martyn Jaques
Ausstattung: Stéphane Levy
Beleuchtung: André Pinkus
Kostüme: Uli Simon
Casting: Corinna Glaus, Katja Wolf
DarstellerInnen: Tomas Lemarquis, Dominique Jann, Joel Basman, André Jung, Claude De Demo, Robin Gooch, Roeland Wiesnekker, Thierry van Werveke

"Bei einer Onlineversteigerung im Internet verkaufen drei junge Aussenseiter - der eine sein Altsein, der andere seine Kindheit, der dritte seine Seele. Es sollte ein Spiel sein, ein Mittel, um Geld zu verdienen natürlich, und warum nicht auch eine Provokation in dieser Welt, die alles auf den Stand einer Ware herabsetzt? Es wird ein Drama. Während sie glauben, sich des Überflüssigen entledigt zu haben, entdecken sie, dass sie dabei sehr wohl das Wesentliche verloren haben könnten." [Pressetext]

"Am Anfang stand eine kleine Meldung in der Tageszeitung Le Monde: Ein junger Amerikaner hatte gerade seine Seele über eBay im Internet verkauft. Gleich darauf folgte ein englischer Student. Keiner der beiden bezog sich auf Faust (ein Tausch der Seele gegen Wissen, Macht, Schönheit und Unsterblichkeit), sondern es handelte sich um ein völlig unmotiviertes, provokantes Vorgehen. Der erzielte Preis war lächerlich, er reichte gerade einmal für ein paar Hamburger. Dennoch schritten die Zuständigen von eBay ein und verhindern seither diese Art von „sittenwidrigen“ Transaktionen. Diese Nachricht rief in mir nachhaltiges Erstaunen hervor. Über das soziologische Ereignis hinaus ließen mich zwei Fragen nicht mehr los: Welche Bedeutung hat eine Seele in unserem 21. Jahrhundert, und wie überlebt ein Mensch, der seine Seele verkauft, diese Transaktion? Der Verkauf der Seele – wie auch immer diese definiert ist – impliziert auch ein Substrahieren, gegenüber dem Umfeld, gegenüber den anderen und auch gegenüber sich selbst. Inwiefern verändert dies das Individuum, sein Verhalten und damit seine Zukunft? Und hat man, wie sich Sloterdijk∗ fragt, das Recht auf unbegrenztes Experimentieren an sich selbst?" [Dominique de Rivaz]

Dominique de Rivaz ist anwesend