Moolaadé
Ousmane Sembène (Burkina Faso/Frankreich/Kamerun/Marokko/Senegal/Tunesien 2004)

 

Mo. 8. Oktober 2007 20:00 Kino Gotthard Zug
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MOOLAADE

Senegal / F / Burkina Faso / Kamerun / Marokko / Tunesien 2004| 117 Min| 35mm| Color| Dolby SR | Oiginal , UT deutsch

Palme d'Or Cannes 2004

Regie/Buch: Ousmane Sembène
Kamera: Dominique Gentil
Musik: Boncana Maїga
Ton: Denis Guilhem

Schnitt: Abdellatif Raїss
Mit: Fatoumata Coulibaly, Maimouna Hélène Diarra, Saimata Traoré, Dominique Zeїda; Mah Compaoré u.a.;

Moolaadé ist der letzte Film Ousmane Sembènes. Der Altmeister des sengalesischen Kinos ist im Juni 2007 (*1927) verstorben. Weit über sein Land hinaus bekannt ist er ein bedeutender Repräsentant des afrikanischen Films.

Eine trügerische Ruhe herrscht in einem senegalesischen Dorf: Vier Mädchen, die sich weigern sich beschneiden zu lassen, suchen Schutz bei der willensstarken jungen Collé, einer couragierten Frau, die vor Jahren ihrer eigenen Tochter die Beschneidung ersparen konnte. Seither schwelt dieser Konflikt, der nun neue Dimensionen anzunehmen droht; denn nicht nur die Beschneiderinnen sehen ihre Macht bedroht, auch die Männer fühlen sich in ihrer Vormachtsstellung durch den Affront gegen die Tradition bedroht. Collé beruft sich in ihrem Widerstand auf den magischen Brauch „Moolaadé“, der einen unantastbaren Schutzraum bietet, ein Vakuum, das aller Gewalt standhalten soll. Doch die Stammesgesellschaft sucht mit allen Mitteln den Widerstand von Collé brechen…

Der „Filmdienst“ kommentiert: „Der bildgewaltige und kraftvolle Film erzählt in Form einer Parabel die Emanzipation und das Miteinander von Mann und Frau zwischen Tradition und Moderne. Formal bleibt er dabei den Formen des farbenprächtigen, ornamentalen afrikanischen Kinos treu, legt seine Geschichte jedoch auch als Lehrstück an, in dem sich Unterhaltung und Aufklärung miteinander verbinden. Der vielschichte Film prangert nicht nur Unrecht an, sondern lädt zur Auseinandersetzung mit einer Welt und ihren Werten ein, die zwar im Wandel begriffen ist, sich ihre Wurzeln aber bewahren will.“

“A film not easily to forget.“ (BBC)

“Diesen Film zu verpassen hieße, humanistisches Kino auf seiner Höhe und in all seinen Fähigkeiten zu Überzeugungen und Weltveränderung zu verpassen.“(New York Times)

diesmal ist kein Gast anwesend