White Terror
Daniel Schweizer (CH,F,D,SF 2005)

 

Mo. 21. August 2006 20:00 Kino Gotthard Zug
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WHITE TERROR

Ein Dokumentarfilm von Daniel Schweizer

CH,F,D,SF 2006, 35mm, 90 Min, (franz, engl, deutsch, russisch)

Zürcher Filmpreis 2005

Buch und Regie: Daniel Schweizer
Kamera: Piotr Jaxa, Johannes Imdahl
Schnitt: Kathrin Plüss
Musik: Tapani Rinne
Produzenten: Samir, Matthieu Belghiti

Im Zentrum des dritten und letzten Teils der Trilogie stehen die internationalen Vernetzungen der rechtsextremen Bewegung mit ihrer Achse Stockholm-Moskau-Dallas.

In den vergangenen fünf Jahren hat sich die rechtsextreme Bewegung stark verändert: Die Veteranen sind verschwunden und an ihrer Stelle sind vor allem in den Vereinigten Staaten und Europa neue Vordenker aufgetaucht, die sich nicht zwangsweise auch ihre Köpfe kahl rasieren.

Sie haben alte Symbole durch neue ersetzt und organisieren sich über selber gegründete Vertriebe, Musikclubs, Magazine, eigene Verlage und das Internet. Im Zug der Globali-sierung fallen einst klar definierte Grenzen und weltweit erreicht rassistische Propaganda über eine wachsende Anzahl von Büchern, Websites, CDs und Videokassetten immer grössere Bevölkerungsgruppen.

WHITE TERROR folgt den Spuren eines illegalen Videos aus Skandinavien. Die Kassette mit dem Titel «Kriegsberichter 5» wurde unter dem Deckmantel «Glückwünsche für 2003» heimlich in ganz Europa versandt.

Produziert von der skandinavischen Neonazibewegung in Finnland und verschickt aus Schweden, enthüllt ihr Inhalt die aktuellen Orientierungen der europäischen Neonazis, die zu Beginn des 21. Jahrhunderts den weissen Jugendlichen einen «racist life style» predigen.

Auch aktuell wieder bewegen diverse Pressemeldungen, dass den Schülern auf diversen Schulhöfen wiederum Nazi-DVD's und Musik-CD's mit rassistischen Texten angeboten werden.

«Kenntnisreich und kühn wie die Vorgängerfilme ergründet WHITE TERROR die Motivation der jungen rechtsradikalen Gruppierungen und ihrer von Hass erfüllten Weltsicht. Ausgezeichnet wird somit der kulminierende Abschluss einer Trilogie [1. Teil: Skin or Die - 2. Teil: Skinhead Attitude ] von aufklärerischem Wert, die uns mit einer beunruhigenden Realität konfrontiert.» Aus der Begründung der Jury für den Zürcher Filmpreis 2005

«Das ist Aufklärungskino im besten Sinn des Wortes.» Bündner Tagblatt

«Entlarvt die Macht faschistischen Gedankenguts in schockierender Schärfe.» Der Zürcher Oberländer

«Daniel Schweizer hat sich die Hände schmutzig machen müssen an den Predigern des Ku Klux Klans (einer war so alt, dass sein Fundamentalismus vom reinen weissen Blut schon wie seniles Sabbern aussah) oder, visuell schockierender, an der rassistisch fokussierten Intelligenz schwedischer Jungnazis, die per video und Internet KZ-Bilder und die Rhetorik von Blut und ehre zu Musikclips aufpeppen. WHITE TERROR ist Recherche in einer Realität, die sich von humanen Argumenten nicht berühren lässt.» Tages-Anzeiger

Daniel Schweizer und Samir sind anwesend
Spezialgast: Regierungsrat Hanspeter Uster